Equal Pay Day – kein Tag zum Feiern!

Der Equal Pay Day – ein neuer Feiertag? Im Gegenteil, ein Symbol für die auch heute noch ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern in vielen Berufen.

Katja Ruiters, AsF-Kreisvorsitzende und Mucher Ratsfrau
Katja Ruiters, AsF-Kreisvorsitzende und Mucher Ratsfrau

 

Der Equal Pay Day ist der internationale Aktionstag für die gleiche Bezahlung. Er markiert symbolisch den Entgeltunterschied, der laut statistischem Bundesamt in Deutschland derzeit 21 Prozent beträgt. Bei einem gleichen Stundenlohn steht der Equal Pay Day für den Tag, bis zu dem Frauen quasi umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden.

 


In diesem Jahr fällt der Equal Pay Day auf den 18. März 2018. Aus diesem Anlass informierte die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) des Rhein-Sieg-Kreises am vergangenen Wochenende in Siegburg über die immer noch bestehende Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen. Katja Ruiters, AsF-Kreisvorsitzende und Mucher Ratsfrau, freute sich über die positive Resonanz vieler Passanten, auch vieler Männer. Die Entgeltlücke zu schließen, sei einer der wichtigsten Schritte zur Herstellung der tatsächlichen Gleichstellung zwischen Männern und Frauen, hinzu kämen weitere Punkte wie die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen in den Parlamenten, die Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen sowie die Bekämpfung des Sexismus auf allen Ebenen.

Dabei sind Forderungen wie die nach einer geschlechtsneutralen Gestaltung der Nationalhymne, die natürlich gerne von den Medien aufgegriffen werden und mir auch am Infostand begegnet sind, überflüssig und schaden eher bei der Durchsetzung der vordringlichen wirklich wichtigen Aufgaben. Diese sind ganz maßgeblich auf Betreiben der SPD – auch in den Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung aufgenommen worden und müssen nun energisch umgesetzt werden“, so die AsF Kreisvorsitzende.

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