Abitur in Much

Sachlichkeit ist dringend nötig

In den letzten drei Wochen haben sich alle Parteien und der Bürgermeister zur Schulsituation zu Wort gemeldet.

Nach dem Scheitern eines interkommunalen Gymnasiums sind nur zwei Punkte klar: Frei von allen parteipolitischen und ideologischen Erwägungen müssen alle Beteiligten unter Einbeziehung der Eltern und Lehrerkollegien an einem Strang ziehen, um ein komplettes Schulangebot einschließlich Abitur in Much zu verwirklichen.

Und die Arbeit muss zeitnah beginnen. Die rechtliche Situation im Land ist unklar, Anträge auf Modellversuche müssen alsbald gestellt werden - und werden in zahllosen Kommunen im Land zur Zeit vorbereitet.

Dabei ist die Lage in Much kaum vergleichbar mit anderen. Wir haben eine Real- und eine Hauptschule - beide hoch qualifiziert und nicht im Bestand bedroht - aber keine gymnasiale Oberstufe, so dass über die Hälfte unserer Kinder zum Abitur nach außerhalb fahren müssen.

Wir brauchen daher ein „Mucher Modell", das die Kollegien der Real- und Hauptschule erhält, das für die Jahrgänge, die diese Schulen zur Zeit besuchen, keine negativen Änderungen mit sich bringt, aber zusätzlich einen Zweig, der zum Abitur führt. Dabei müssen die Eltern eines Kindes mit Gymnasialempfehlung die Garantie haben, dass ihr Kind im Falle einer Anmeldung bis zum Abitur in Much bleiben kann.

Dringend erforderlich ist daher ein Zeitplan, der nach Abstimmung mit den Schulkollegien zunächst eine von der Verwaltung vorbereitete Informationsveranstaltung vorsieht, in der die Eltern über die Möglichkeiten für Much informiert werden und dann eine Befragung der Eltern der aktuellen Grundschulkinder und dann einen entsprechenden Antrag an die Bezirksregierung.

Alle beteuern, gemeinsam das Beste für unsere Kinder zu wollen - nun ist es an der Zeit, dies zu beweisen.

Ihre SPD Much.

Haushalt ohne Alternative

Mit dem Haushalt 2010 hat auch die Gemeinde Much das Ende der Fahnenstange erreicht. Definitiv – und wie es scheint auch unwiderruflich.
Wir stehen vor einem Defizit, das mit sage und schreibe 3,2 Millionen € einen unglaublichen Verzehr an Eigenkapital darstellt und die verbliebene Ausgleichsrücklage bei weitem übersteigt.
Für rund eine Million gibt es keine bilanzielle Deckung, um so viel sinkt die allgemeine Rücklage, der eigentlich unantastbare Anteil des gemeindlichen Eigenkapitals, das dann nur noch 44,7 Millionen betragen wird.

Zur aktuellen Situation der Gemeindefinanzen und zum Thema Haushalt 2010: hier können Sie die Rede unseres Fraktionsvorsitzenden Peter Iffland im Wortlaut nachlesen.

(aktiv seit 27.09.2009 / 18.00 Uhr)