Eure Meinung


Clara aus Much


Gerade in meiner Generation bekommt man oftmals zu hören, wie langweilig es ist auf dem Land zu leben, ganz nach dem Motto „Hier geht doch eh nichts!“. Ich finde allerdings, dass in Much ganz schön viel geht. Trotzdem ist noch Luft nach oben!

 

In Much, wie in vielen Gemeinden, haben in den letzten Jahren etliche Geschäfte geschlossen. Anscheinend besorgen viele Einwohner nur noch das Nötigste, wie z.B. Lebensmittel lokal und fahren für alles andere in die umliegenden Städte. Much braucht aber auch weiterhin einen lebendigen Ortskern, in dem Leben herrscht und wo es auch Jugendlichen Freude macht, sich aufzuhalten.

 

Nicht nur Geschäfte sind für die Attraktivität einer Gemeinde wichtig, sondern auch Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche. Vereine oder Angebote wie das Jugendzentrum spielen eine wichtige Rolle in der Freizeitgestaltung vieler Kinder und Jugendlicher, insbesondere in unserer Gemeinde. Dem sollte man mehr Beachtung und Anerkennung schenken, wie auch der Rolle von Bürgerinitiativen, die sich zum Beispiel zum Erhalt des Waldfreibades und den Betrieb des Bürgerbusses einsetzen. Dies zeigt, dass die besondere Lebensqualität unserer Gemeinde auch durch den Zusammenhalt und Engagement der Bürger bestimmt wird.

 

Als Jugendliche/r ist man in besonderer Weise auf öffentliche Verkehrsmittel, wie Bus und Bahn, angewiesen. Die Nachbar-Gemeinden sowie Köln und Bonn sind zwar schon einigermaßen gut zu erreichen, allerdings ist dies oft mit Umsteigen und langen Wartezeiten verbunden. Möchte man mal auf Auto oder Bus verzichten und auf das Rad umsteigen, findet man an vielen Stellen keine bzw. wenig gut ausgebauten Radwege vor. Das ist nicht nur auf unbeleuchteten Landstraßen, wo schnell gefahren wird, sondern auch in Ortschaften ein Sicherheitsrisiko.

 

Viele von uns stehen gerade vor der Entscheidung, wie es nach der Schule weitergehen soll: Ausbildung oder doch Studium? Die heimischen vier Wände zu verlassen ist ein sehr großer Schritt. Für viele ist ein Ausbildungsplatz in der Nähe von zuhause die beste Option. Einen 100% passenden zu finden gestaltet sich jedoch oftmals schwierig, was wiederum zeigt, dass die Ausbildungskultur gefördert werden muss, schon allein um es jungen Leuten zu ermöglichen in der Gemeinde zu bleiben. Eine bunte Mischung aller Altersgruppen macht eine Gemeinde lebendig.

 

Für uns, die „Digital Natives“-Generation, sind digitale Technologien im Alltagsleben sehr wichtig. Wir sind permanent umgeben von sozialen Netzwerken, E-Mail oder Computerspielen. Gerade hier auf dem Land ist das Internet oft noch nicht so schnell, wie viele es sich wünschen würden. Auch deshalb gefällt es mir gut, dass sich die SPD Much schnelles Internet im gesamten Gemeindegebiet auf die Agenda gesetzt hat. Schnelles Internet dient nicht nur der Unterhaltung und Freizeitaktivitäten, es kann auch z. B. durch Telearbeit oder Beschäftigung in Internetunternehmen berufliche Perspektiven in Much eröffnen und so jungen Leute ermöglichen, in der Gemeinde zu bleiben.

 

Und noch kurz dazu, was mich motiviert hat in die SPD einzutreten:

 

Für mich sind besonders zwei politische Themenfelder sehr wichtig. Zum Einen finde ich, dass Bildung nicht zur Ware werden darf. Jeder Mensch hat das Recht auf Bildung. Deshalb ist es notwendig, dass diese für jeden, egal welcher Herkunft, frei und kostenlos beziehungsweise so preiswert wie möglich zugänglich ist.

 

Zum Anderen möchte ich in einer sozial gerechten und stabilen Gesellschaft leben. Diese droht allerdings in Zukunft durch die Schere zwischen arm und reich weiter auseinander zu driften. Ich finde, dass die SPD sich vor allem für diese zwei Themen am stärksten und am kompetentesten einsetzt, entsprechend ihrer Grundwerte „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“.